SEO in neuem Gewand – die fünf wichtigsten Fragen zu WDF*IDF

Suchmaschinenoptimierung – auch kürzer unter SEO bekannt – ist um ein neues Instrument reicher, das zunehmend wichtiger wird: WDF*IDF. Was das neue Kürzel bedeutet und warum Betreiber von Internetseiten sich damit beschäftigen sollten, wird hier kurz erklärt:

Was ist WDF*IDF?
Das seltsame Kürzel WDF*IDF ist zusammengesetzt aus zwei Begriffen. Beide stammen aus der Informationsstatistik. WDF steht für „Within Document Frequency“, IDF für „Inverse Document Frequency”. Mit Hilfe der dahinterstehenden Formeln kann die Gewichtung eines ausgesuchten Worts innerhalb eines Dokuments ermittelt werden, ebenso wie die Häufigkeit dieses Worts innerhalb einer Gruppe von Dokumenten. In der Kombination ist WDF*IDF eine Methode, mit der zu einem bestimmten Schlüsselbegriff (Keyword) eine ideale Verteilung von themenrelevanten Begriffen bestimmt werden kann. Letztlich ist WDF*IDF nichts weniger als ein neuer Gradmesser für die Bewertung von Content-Qualität im Netz.

Wie wird WDF*IDF eingesetzt?
Zur Optimierung eines entsprechenden SEO-Textes nach WDF*IDF, lassen sich im Internet bereits verfügbare Instrumente nutzen. Verschiedene Dienstleister bieten WDF*IDF-Analysen an. Mit diesen Analyse-Instrumenten lassen sich Suchmaschinen nach einem bestimmten Suchwort durchkämmen. Als Ergebnis erhält man in der Regel ein übersichtliches Diagramm, welches die Schlüsselwörter angibt, die im Zusammenhang mit dem gewählten Begriff am häufigsten auftreten. Mit diesen Informationen weiß man als Textoptimierer sofort, welche Worte in welcher ungefähren Häufigkeit noch im Text auftauchen sollten oder deren Dichte geändert werden sollte, um ein optimales Ranking zu erreichen.

Bringt WDF*IDF Vorteile gegenüber herkömmlichen SEO-Mess-Instrumenten?
Vorteil 1: Mit WDF*IDF orientieren sich Auftraggeber und Texter an den Websites, die bereits alles richtig machen: Als Vergleichs-Dokumentgruppe dienen solche Seiten, die für das entsprechende Keyword als beste Ergebnisse in den Suchmaschinen erscheinen.

Vorteil 2: Bei WDF*IDF wird auch das semantische Umfeld bewertet, in dem die Begriffe auftauchen. Verwendet man beispielsweise in einem Absatz nur einen wichtigen Begriff, wie „Mountainbike“ gehäuft, wirkt sich das negativ auf die Beurteilung des Texts aus. Um einen guten WDF*IDF-Text zu schreiben, müssen thematisch verwandte Begriffe in Beziehung zueinander gesetzt werden. Zum Beispiel könnte man die verwandten Begriffe „Elektromotor“ und „Sommer“ zum Satz „Mountainbikes mit Elektromotor sind der Trend im nächsten Sommer.“ verbinden. Das erleichtert es, gute und spannende Inhalte zu liefern, die dem Leser einen Mehrwert bieten.

Was kann WDF*IDF leisten?
Mit WDF*IDF lassen sich recht präzise Angaben generieren, auf dessen Basis Aufträge an Texter und Redakteure vergeben werden. Allerdings muss bei der Text-Optimierung nach bestimmten Begriffen beachtet werden, dass die Veränderung der Häufigkeit eines bestimmten Begriffs im Text stets die Gewichtung aller anderen Wörter beeinflusst. Deshalb sollte bei einer WDF*IDF-Analyse nicht nur die kühle Technik sondern stets das Schreiben für den Leser das Maß aller Dinge sein. Denn  Google hat trotz aller Algorithmen keinerlei Interesse daran, nur noch mehr oder weniger maschinell erstellte Texte mit Aneinanderreihungen von Schlüsselwörter zu finden. Nach wie vor analysiert der Suchmaschinenriese die Texte auch nach Qualität und Lesbarkeit. Mit WDF*IDF lässt sich ein gutes „Ranking“ bei Suchmaschinen erreichen, ohne dass darunter die Lesbarkeit und der eigentliche Zweck des Texts leiden: die seriöse Vermittlung von Informationen. Voraussetzung: Der Schreiber beherrscht sein Handwerk.

Für wen kann sich der Einsatz von WDF*IDF lohnen?
Ganz klar: Allen Anbietern, die mit ihrer Homepage etwas verkaufen möchten, bietet sich eine WDF*IDF-Analyse geradezu an. Ein hohes Ranking bei bestimmten Begriffen führt im Netz direkt zu höheren Klickzahlen, was höhere Verkaufschancen für ein entsprechendes Produkt bedeutet. Nutzen stiftet das neue Instrument WDF*IDF aber nicht nur für pure Shops. Auch Dienstleister wie Ärzte, Anwälte, Handwerker und Therapeuten sowie Unternehmen, die ihre Produkte und Leistungen über einen Blog im Netz besser sichtbar und bekannt machen möchten, bietet WDF*IDF dazu gute Voraussetzungen.

Posted by Heiner Sieger  |  Kommentare deaktiviert  |  in Aktuelles

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